Veronika, der Lenz ist da – Frühlingsgefühle

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Veronika, der Lenz ist da – Frühlingsgefühle

Ja, das macht was mit uns, wenn es plötzlich ganze Tage lang sonnig ist und die Sonne uns wärmt.
Wir suchen nach den Übergangsjacken und den leichteren Schuhen.

Und auch in uns ist es leichter, so wie die fröhliche Stimmung in dem alten Lied der Comedian Harmonists aus dem Jahr 1928: Veronika, der Lenz ist da.

 

Veronika, der Lenz ist da. Die Mädchen singen tralala.
Die ganze Welt ist wie verhext. Veronika, der Spargel wächst.
Weißt du Veronika, die Welt ist grün. Drum lass uns in die Wälder ziehn.
Sogar der Großpapa sagt zu der Großmama: Veronika der Lenz ist da.

Vor einigen Jahren ist mir bei einem meiner Waldspaziergänge plötzlich dieses Lied in den Sinn gekommen, als ich das Frühlingspflänzchen Veronika, oder auch Ehrenpreis genannt, entdeckt habe.
Meine Interpretation der Liedzeile ist seitdem: Wenn die Veronika blüht, dann ist Frühling, oder poetisch ausgedrückt: dann ist der Lenz da.

Die Veronika (Veronica officinalis) ist nicht nur hübsch anzusehen. Sie ist auch als Heilpflanze hilfreich.
Der Echte Ehrenpreis ist schleimlösend, harntreibend und blutreinigend, hilft bei Atemwegserkrankungen, Magenproblemen und Hautleiden.
Auch mit den Bitterstoffen unterstützt sie die Frühjahrskur, optimal im Tee, und auch Blüten und Blätter sind essbar.

Witzigerweise ist auch im Liedtext die Aufforderung: „Drum lass uns in die Wälder ziehn.“

Damit mag ich dich auch auf eine Wald-Erlebnis-Auszeit einladen. Die nächste ist bereits am 21. März 2026, in der wir den Frühling mit schönen Übungen begrüßen.

Auch, wenn du nicht an meiner Wald-Auszeit teilnehmen kannst, lade ich dich ein, ganz für dich den Frühlingswald zu erkunden. Auch, wenn die Laubbäume noch kahl sind, tummelt sich schon viel frisches Grün dazwischen und die ersten Wildkräuter sind bereit von dir bestaunt oder auch gesammelt zu werden.
Für einen frühlingsfrischen Salat eignen sich unter anderem die neuen Blätter vom Löwenzahn, der Giersch, die Vogelmiere und auch das Gänseblümchen, Blätter und Blüte und natürlich Veronika.
Bitte achte beim Sammeln in der Natur immer darauf, dass du nicht neben stark befahrenen Straßen, intensiv gedüngten Feldern oder an Gassistrecken sammelst und nur, was du zweifelsfrei erkennst.

Sehr lecker und gesund ist auch ein Pesto aus frischen Wildkräutern:

Frühjahrs-Tag- und Nachtgleiche

In meinem Monatsthema vom März geht es um Gerechtigkeit, die Balance finden zwischen dunkel und hell – passend zur Frühjahrs-Tag-und Nachtgleiche am 20.März.

Seit der Wintersonnwende ist es jeden Tag ein wenig länger hell und die Nächte werden kürzer. Am 20.März ist es dann soweit: Die Sonne kehrt auf unsere Hälfte der Erdkugel zurück und wir bekommen jeden Tag länger die lebenspendenen und stimmungserhellenden Sonnenstrahlen ab.

Impuls:

Spüre dich mal selbst hinein, wie das Thema der Tag- und Nachtgleiche in deinem Leben sichtbar oder spürbar ist. Vielleicht dürfen auch bei dir Dinge heller, friedvoller, bunter werden?
Oder darf vielleicht etwas ans Licht kommen?
Was verbindest du mit dem Thema?

Tag- und Nachtgleiche – Licht und Schatten – spielt auch in das Thema Gerechtigkeit. Auch Wahrheit hat immer 2 Seiten – mindestens.

In meiner März-Geschichte aus den Clanmüttern geht es um zwei Frauen, die sich etwas zu Schulden kommen ließen. Die eine hat sich von den Vorräten mehr genommen als ihr zustand. Die andere hat ihr aufgelauert und sie verpetzt. Vielleicht findest du hier sofort deine Stellungnahme. Wie würdest du urteilen? Was würde den beiden Frauen helfen, künftig anders zu agieren?

WEIGHS THE TRUTH – so der Name der Clanmutter – lies sich Zeit, um alle Seiten und Kriterien zu beleuchten und hinterfragen. Für jedes Handeln gibt es einen guten Grund, eine Ursache.

So stellte sich in der Geschichte heraus, dass die Frau, die sich mehr von den Vorräten genommen hat, in der Vergangenheit schon einmal ein Kind verloren hat, weil es verhungert ist. Das war für sie so schmerzvoll, dass sie sich über die Gemeinschaftsregeln hinwegsetzte und für ihr nun jüngstes Kind heimlich mehr Lebensmittel an sich nahm als ihr zustand.
Die Petze war nicht sehr beliebt in der Gemeinschaft, weil sie immer allen hinterherspionierte und auch immer alles besser wusste. Hier war der Ursprung weit zurück in ihrer Kindheit. Nur, wenn sie sich „richtig“ verhielt, wurde sie gesehen und gelobt. So hat sie sich zu einer penetranten Person entwickelt, die mit viel Härte gegen sich selbst sich keine Fehler mehr erlaubte. Und aus ihrer Perspektive sollten auch alle anderen immer alles richtig machen.

Dass das nicht möglich ist, ist sicher auch für dich an dieser Stelle schon klar.

Das Urteil fiel milde und gleichzeitig extrem förderlich für die Gemeinschaft aus:
Die Diebin sollte in Familien helfen, die ebenso schon Kinder durch Verhungern verloren haben. Das half ihr, ihr eigenes Leid mit dem der anderen zu teilen und sie fühlte sich nicht mehr allein damit.
Die Petze sollte die Diebin begleiten und einfach nur zuhören, was gesprochen wurde, ohne selbst ihre Meinung kundzutun und so auch Empathie für sich selbst lernen.

Frühjahr-Tag- und Nachtgleiche als Waage

Die Frühjahrs-Tag- und Nachtgleiche ist der Moment, in dem Tag und Nacht sich die Waage halten. Die Waage ist für uns auch das Symbol von Gerechtigkeit, dargestellt mit der Göttin der Gerechtigkeit JUSTITIA. In der Mythologie steht sie für ausgleichende Gerechtigkeit.

Dementsprechend hat JUSTITIA aus der römischen Mythologie als Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit die gleiche Aufgabe wie WEIGHS THE TRUTH, die Clanmutter aus den indigenen Völkern, die dort für Frieden und Zusammenhalt wohlwollende Entscheidungen trifft.

Unser Zusammenleben ist durch Recht und Moral geregelt. Im Groben sind wir uns bestimmt alle einig. Doch, wenn es konket wird, gehen die Meinungen oft weit auseinander. Jeder Mensch hat so seine eigene Definition, die sich manchmal mit denen der Familie, der Gesellschaft, in der er lebt oder eines ganzen Landes deckt. Ich erlebe in meinen Coachings allerrdings häufig, dass Menschen für sich spüren, dass es hier Diskrepanzen gibt und sie sich andere Leute suchen, die sich mit ihren Vorstellungen besser decken. Gleichgesinnte sind dann häufig in Gruppierungen, die sowohl politischer Natur als auch spiritueller Ausrichtung oder bei einem Hobby sein können. Menschen mit gleichen Freizeitbeschäftigungen finden sich und gehen darüber eine Verbindung als Mitglieder eines Vereins oder einfach einer Gruppe ein.

Spätestens dann kommen die unterschiedlichen Vorstellungen von Moral wieder zu tragen. „Was gehört sich?“ oder auch nicht.

Eines unserer beiden stärksten Bedürfnisse ist Verbundenheit. Die Zugehörigkeit zu anderen Menschen ist für uns überlebenswichtig und gibt uns somit ein Gefühl von Sicherheit. Für diese Sicherheit geben wir manchmal ein großes Stück unserer Freiheit auf und schränken uns ein in unserem Denken, Sprechen und Tun.

Freiheit oder auch Authentizität ist unser zweites wichtigstes Grundbedürfnis. Wir haben ein Streben nach freier Entfaltung in uns, das uns immer wieder veranlasst, neues auszuprobieren und so auch unsere eigene Individualität immer wieder aufs Neue kennenzulernen, denn wir nehmen uns in alle Abenteuer des Lebens selbst mit.

Die beiden Waagschalen zur Frühjahrs-Tag- und Nachtgleiche könnten also auch für die Zugehörigkeit bzw. Verbundenheit zu einer Gruppe stehen, die in der Winterhälfte sicher ein Stück wichtiger ist. Die andere Schale beinhaltet unsere Freiheit, die uns Lust macht, in die Welt zu schauen und Neues und uns selbst mehr als Individuum zu erleben.

Wir bewegen uns unser ganzes Leben immer wieder zwischen den beiden Extremen hin und her. Keines von beiden kann das andere ersetzen. „Die einzige Konstante ist die Veränderung“ ist eine Aussage, die genau das Spiel beschreibt, dass alles in Bewegung ist. Damit ergibt sich auch die immerwährende Aufgabe hinzuspüren, ob es sich noch richtig anfühlt in den eigenen Lebensumfeld und -Bedingungen oder ob wir gerade dabei sind unsere Freiheit für ein Stück Sicherheit zu verkaufen oder positiv ausgedrückt wie eine Spielkarte im Spiel des Lebens „einzusetzen“. Spätestens, wenn wir spüren, dass es sich viel zu eng anfühlt, ist es an der Zeit, die „Teamjacke“ abzustreifen und sich zu befreien, die Freiheit zu er-leben.

Dazu gibt es ein spannendes Modell von Clare Graves, welches von Chris Cowan und Don Beck zum Modell „Spiral Dynamics“ weiterentwickelt wurde.
Wenn du tiefer in dieses Modell eintauchen möchtest, lies gerne weiter in einem guten Artikel, den ich dazu im Netz gefunden habe: https://ckrt.de/clare-graves-und-die-ebenentheorie-der-persoenlichkeitsentwicklung/

Impuls

Meine ganz persönliche Sicht der Dinge: Aus einer vermeintlicher überschatteten Vorstellung von Wahrheit, Recht und Moral darf sich ein breiter empathischer Blick auf eine Vielzahl an Möglichkeiten entwickeln. Das ermöglicht sowohl die Zugehörigkeit zu anderen Menschen als auch die individuelle Entwicklung und das Ausleben der eigenen Wünsche und Bedürfnisse.

Der Weg dahin beginnt aus meiner Perspektive mit Achtsamkeit, Wahrnehmung von Gedanken und Gefühlen und dem Hinterfragen, ob diese „wahr“ sind.

Eine wunderbare Methode dazu hat Byron Katie mit „The Work“ entwickelt. Ich mag sie dir hier ganz kurz vorstellen. Eine zentrale Aussage von Byron Katie: „Wenn die ein Gedanke Leid verursacht, dann ist er nicht wahr“.

Was ist er dann?

Vielleicht ein Konzept, das du irgendwann in der Vergangenheit entwickelt hast, um in der damaligen Situation glimpflich davonzukommen. Immer wenn so ein Gefühl von „das sollte aber anders sein“ aufkommt, bist du so einem „unwahren Gedanken“ schon auf der Spur.

Formuliere diesen Gedanken passend zu der konkreten Situation, z.B. Mein Partner sollte sich mehr um mich kümmern. Verändere deinen Satz so lange, bis er so stark ist, dass er sogar eine Emotion in dir spürbar macht. Hier kann es vielleicht Wut, Frust, aber auch Traurigkeit oder Hilflosigkeit sein.

THE WORK

    1. Frage: Ist der Gedanke wahr
    2. Frage: Kannst du 100 % sicher sein, dass der Gedanke wahr ist?
    3. Frage: Wie verhältst du dich, wenn du glaubst, dass das wahr ist?
    4. Frage: Wie würdest du dich verhalten, wenn der Gedanke einfach weg wäre?


Wichtig: THE WORK ist nicht einfach ein Tool, sondern meditative Selbstregulation. Lass dir Zeit mit den Antworten. Spüre gern mit geschlossenen Augen hinein, was es mit dir macht und lass dich auf deinen inneren Prozess ein, der dich womöglich zu anderen Antworten führt als die erste direkt aus deinem Verstand wäre.

Drehe deinen Satz in Gegenteile und spüre nach, ob auch diese Aussagen wahr sein könnten.

Beispielaussage: Mein Partner sollte sich mehr um mich kümmern.

a) Mein Partner sollte sich mehr um sich kümmern.
b) Ich sollte mich mehr um meinen Partner kümmern.
c) Ich sollte mich mehr um mich kümmern.

Nimm die Aussage, welche in dir am meisten positive Resonanz auslöst. Du wirst es spüren.
Dann finde zu der neuen Aussage mindestens 3 Beispiele, die diese neue Aussage bestätigen.

Im Naturcoaching nutze ich eine wunderbare Version von THE WORK für Outdoor, die sehr kraftvoll und nachhaltig unterstützt, aus alten, einschränkenden Gedankenkonstrukten auszusteigen und selbstwirksame neue Regeln für ein glückliches, freies und auch verbundenes Leben zu kreieren.

Wenn du selbst nicht weiterkommst, melde dich gerne bei mir. Ein einziges Coaching kann manchmal den Unterschied machen und eine Tür in eine Welt öffnen, die zuvor noch unsichtbar war.

Ich freue mich deine Impulse zu meiner Inspiration kennenzulernen.
Ein direkter Austausch ist beim monatlichen, kostenfreien InspirationsAbend möglich.
Die Termine findest du dazu im Veranstaltungsbereich.

Meine Intention ist, dich auch persönlich zu unterstützen – mit meinen Inhalten und auch den Coaching- bzw. Mentoringangeboten.

Melde dich gerne, wenn du Fragen dazu hast. Fragen kostet nichts. Ich schenke dir gerne 20 Minuten meiner Zeit. Buche dir dazu gerne deinen Wunschtermin in meinem Kalender.

Herzliche Grüße,

Petra

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