Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

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Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Es ist ganz schön aufregend und manchmal auch etwas anstrengend Neues auszuprobieren oder zu kreieren. Und gleichzeitig gibt es einen extra Schub an Energie. Zumindest geht es mir so dabei.

Diese Woche habe ich das erste Mal einen Erlebnis-Vortrag darüber gehalten, was wir in der Zweiten Lebenshälfte – überraschender Weise bin ich da schon – selbst dafür tun können, damit wir lange, gesund mit Freude leben können – Longevity unterstützen.

Auch, wenn es mir etwas Stress bereitet hat, den Vortrag vorzubereiten und eine gewisse Aufregung in mir war, ob das denn dann auch gut ankommen würde, hat es mir sehr viel Spaß gemacht. 

Glücklicherweise gab es dann tatsächlich nur sehr dankbares, wertschätzendes Feedback.

Inzwischen gibt es unzählige Studien, die belegen, dass Menschen, die neugierig bleiben, Neues lernen und offen für neue Erfahrungen sind, scheinbar gesünder altern. Die Studien deuten auch darauf hin, dass Neugier auch mit einer längeren Lebenserwartung zusammenhängt.

Das Schöne daran: Neues ausprobieren, trainiert nicht nur das Gehirn. Es hält auch das Gefühl lebendig, mit dem Leben in einer Art Beziehung zu bleiben – das scheint ein wichtiger Baustein zu sein.

Aus der Wissenschaft kennen wir auch den Begriff der Neuroplastizität.

Früher dachte man, dass wir irgendwann einen Punkt erreicht haben, wo sich nichts mehr ändern kann in unserem Denken.

Aussagen, wie „ich bin halt so“ deuten darauf hin, dass der Ist-Zustand wie in Stein gemeiselt sei. Doch das ist nicht so. Jeder kann sich zu jeder Zeit verändern. In anderen Worten: wir können neue neuronale Bahnen in unserem Gehirn anlegen und so unser Leben positiv verändern – wenn wir das wollen.


Unser Endgegner ist unser Gewohnheitstier in uns. In meinem Buch „Achtsame Rauhnächte i m Wald“ habe ich in dem Kapitel „Von Ritualen, Routinen und Gewohnheiten“ bereits ausführlich beschrieben, wie wir es schaffen können, aus alten Gewohnheiten auszubrechen und neue, bessere zu integrieren.

Einer meiner Lieblingsdichter, Rainer Maria Rilke, hat das in seinem Gedicht Ja, es ist möglich sehr schön beschrieben.

Was mich in den letzten Wochen sehr erschreckt und auch genervt hat, waren Aussagen von offiziellen Stellen oder auch Ärzten über die Endgültigkeit des Alterungsprozesses. So habe ich von meinem Orthopäden vor einigen Wochen zu hören bekommen: „Wissen Sie, früher (!!) sind wir Menschen nicht älter als 35 Jahre geworden. Dann sind wir gestorben, wenn uns nicht der Säbelzahntiger früher gefressen hat. Unser Körper ist nicht auf so ein langes Leben eingestellt.“ 
Das mit dem Säbelzahntiger ist schon arg lang her, auch wenn ein Hauch Wahrheit drin steckt, dass unser Körper natürlich abbaut.
Am gleichen Tag hat mir dann noch eine Rheumatologin gesagt: „Ja, ab einem gewissen Alter – und da sind Sie halt schon – bringt der Körper diverse Beschwerden hervor. Da können wir halt nichts machen.“ 

Und das I-Tüpfelchen kam dann noch beim Arbeitsamt, wo wir über die Angabe des Alters diskutiert haben. „Ist schon verrückt, dass wir in Zukunft immer länger arbeiten sollen. Und gleichzeitig gilt man in unserer Gesellschaft ab 55 schon als alt. Mit ihren 56 Jahren sind Sie das in dieser Hinsicht“, so die Bearbeiterin. 

Wir können uns diesen allgemeinen Vorstellungen unterwerfen und aufgeben, oder all diese Aussagen hinterfragen und neue Wege finden.

Ich bin ganz klar für die zweite Version – alles andere ist keine Option für mich.

So habe ich mich noch intensiver mit meinem Thema Langlebigkeit, bzw. Natürlich gesund und glücklich bis ins hohe Alter befasst.

Dabei habe ich herausgefunden, dass vieles, was nützt, bereits Teil meiner Routinen ist. 

In einem meiner Fastenhochs hatte ich schon vor einiger Zeit die Idee, dass es vier große Bereiche gibt, auf die ich selbst einwirken kann:

  • Gute Nahrung für Körper, Geist und Seele
  • Guter Schlaf
  • Vielseitige Bewegung
  • Gutes Umfeld

Um nur einen kleinen Auszug aus den Bereichen zu nennen, hier ein paar Impulse, die du sofort umsetzen kannst:

Gute Nahrung für den Körper:

mediterrane Vollwertkost, viel sauberes Wasser trinken, energiereiche Nahrung, natürliche, wenig verarbeitete Nahrungsmittel, Unterstützung mit Omega 3, VitaminD, etc., 1-2 mal im Jahr Heilfasten nach Buchinger. Auch die Natur sorgt zur rechten Zeit mit entsprechenden Wildkräutern.

Gute Nahrung für den Geist:

Füttere deine Gedanken mit positivem Inhalt und halte Negativbotschaften von dir fern. Reduziere Social Media, lies Bücher, schau Filme, die deine Zuversicht schüren und nicht die Ängste. Dafür sorgen die Nachrichten schon genug. Halte Ausschau nach guten Podcasts und Webinaren. 
Wenn du Empfehlungen möchtest, sprech mich gerne an.

Gute Nahrung für die Seele:

Schaffe dir eine Ressourcen-Liste mit Dingen, die dir gut tun und dir ein Gefühl von getragen sein vermitteln. Die Seele reagiert auf alles, was über deine Sinne kommt: angenehme Farben, Klänge, oder sich wohlig einhüllen in eine Kuscheldecke. Ganz besonders gut tut unserer Seele, Zeit in der Natur, schlendern, staunen, oder einfach nur Sein.

Guter Schlaf beginnt bereits bei einer guten Morgenroutine:

schon 10 Minuten Tageslicht (nicht durch eine Glasscheibe) schaltet über unsere Augen die Hormonproduktion von Melatonin auf Serotonin und Adrenalin um.

So besteht meine Morgenroutine z.B. aus einer kleinen Runde barfuß QiGong in meinem Garten, einem guten Frühstück mit selbst zusammengestellten Porridge und ausgewählter Nahrungsergänzung.

Für den Abend empfehle ich u.a. eine Dankbarkeitsritual.

Bewegung

Bewegung heißt für mich:

Aktivität und Ruhe

Anspannung und Entspannung

Beweglichkeit und Kraft

Vieles ist auch hier einfacher in den Alltag zu integrieren, als wir oft meinen. Movement-Snacks  = alle 2 Stunden den Körper für 2-5 Minuten bewegen, helfen dem Körper mehr als einmal die Woche Fitnesstraining.

Umfeld

Der Bereich Umfeld bezieht sich auch wieder auf ein vielfältiges Feld. Wir sind der Durchschnitt der 5 Menschen, die uns umgeben. Tun diese Menschen mir gut oder stressen Sie mich mehr? 

Welche Umstände braucht es im Aussen, damit ich im Innen entspannen kann.
Wie viel Zeit hältst du dich in einem natürlichem Umfeld auf?
Ich verfolge schon lange Zeit Informationen zu Earthing. Die Studienlage ist da noch schwach. Und doch kann ich für mich sagen, dass es mir extrem guttut und ich in kürzester Zeit aus dem Alltagsstress aussteigen kann.

Das ist deshalb so wichtig, weil Studien ergeben haben, dass es drei Faktoren gibt, die einem langem, gesundem Leben entgegenwirken:

  • chronischer Stress
  • schlechter Schlaf
  • soziale Isolation

Dass chronischer Stress schädlich ist, ist uns allen sicher längst klar. 

Doch wie brechen wir aus in einer Welt, in der wir ständig zugeballert werden mit meist negativen Informationen, ständige Erreichbarkeit erwartet wird und wir uns immer mehr in Innenräumen und dann noch an Bildschirmen aufhalten?

Mein größter Schatz ist hier der Aufenthalt im Wald,

ohne Zeitdruck,

ohne ein Ergebnis zu erwarten, 

einfach mal treiben lassen,

Handy aus

nichts tun und nichts sein müssen

zurück zu deiner Natur.

Auch dazu gibt es längst unzählige evidenzbasierte Studien, die belegen, wie sich der Aufenthalt im Wald positiv auf unsere Gesundheit auswirkt.  Was in Japan längst Teil der Gesundheitsvorsorge ist, findet auch in Deutschland zunehmend Einzug in Kliniken, Reha-Zentren und therapeutische Angebote. 

Es gibt auch immer mehr Angebote zum Stressabbau bzw. um resilienter gegen Stress zu werden.

Ausgangspunkt ist hier immer Achtsamkeit, um spürig zu werden, wenn mir etwas nicht gut tut.

Der nächste Step ist, eine Änderung vorzunehmen. Diese kann eine Veränderung im Aussen sein. Häufig reicht schon ein neuer Blick auf die Situation. „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können.“ 
Unsere Gedanken sind mächtig. Sie können uns gut oder schlecht fühlen lassen, uns Zuversicht und Mut geben oder mit Zweifeln all unsere verfügbare Umsetzungsenergie ausser Kraft setzen.

So hat es auch schon Henry Ford gesagt: 

„Ob du glaubst, du schaffst es oder du schaffst es nicht, du wirst in beiden Fällen recht behalten.“

Mir gefallen Aussagen von Clemens G. Arvay besonders gut:

„Manchmal finden wir die Antworten nicht durch Nachdenken, sondern durch Gehen – Schritt für Schritt im Wald.

Vielleicht ist jetzt der richtige Moment, der Natur wieder zuzuhören.

Der Wald wartet nicht auf Leistung, sondern lädt dich ein, einfach da zu sein.“

Und hier noch einmal meine Frage vom Anfang:

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Wenn es schon ein wenig her ist, lade ich dich ein, dir einmal ganz bewusst ein Wochenende Zeit für dich zu nehmen.

Ein Wochenende für Körper, Geist und Seele

Mein Wald-Auszeit-Wochenende findet Ende Juni von Freitagabend bis Sonntag-Nachmittag im Nationalpark Hainich in Thüringen statt.

Ausgangspunkt ist das WaldResort am Hainich, wo wir übernachten und vollverpflegt werden.

Der Hainich ist einer der größten zusammenhängenden Naturwälder mit einem großen Mischwaldbestand, naturbelassen und weitläufig.

Ein wunderbarer Ort, 

um zur Ruhe zu kommen 

und aufzutanken.

Und ganz nebenbei drehen wir unsere Lebensuhr ein Stück zurück.

Wenn du an dem Wochenende vom 26. bis 28.Juni 2026 noch nichts vorhast, würde ich mich freuen, dich in meiner kleinen Gruppe durch das Wochenende zu begleiten.

Rückmeldung dann bitte bis spätestens 07.Juni. 

Vielen Dank, dass du bis hierher gelesen hast. Das zeigt mir, dass du dich dafür interessierst, wie du selbstwirksam ein gesundes, langes, freudvolles Leben erschaffen kannst.

Schreib mir gerne, was du bereits zum Thema Longevity (Langlebigkeit) unternimmst, wie du dazustehst und was dich noch konkreter interessiert.

Ich wünsche dir eine schöne Sommerzeit mit vielen neuen Entdeckungen,

Herzlichst,

Petra Michaela Brunner

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